LDOX.DMS / LDOX.ECM

Strukturierte vs. unstrukturierte Daten im DMS – einfach erklärt

Was strukturierte und unstrukturierte Daten unterscheidet und warum dieser Unterschied im DMS so wichtig ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Warum dieses Thema für Unternehmen immer wichtiger wird

Unternehmen erzeugen heute mehr Daten als je zuvor: Verträge, Rechnungen, E-Mails, Scans, PDFs, Office-Dokumente, ERP-Daten.

Doch nicht alle Daten sind gleich aufgebaut. Für ein modernes Dokumentenmanagementsystem (DMS) ist der Unterschied zwischen strukturierten und unstrukturierten Daten entscheidend – für Effizienz, Automatisierung und Compliance.

Was sind strukturierte Daten?

Strukturierte Daten sind Informationen, die in einem klar definierten Schema vorliegen und eindeutig auswertbar sind.

 

Typische Merkmale

  • ZFeste Felder und Formate
  • ZKlar definierte Datentypen
  • ZDirekt durchsuch- und auswertbar
  • ZIdeal für Automatisierung & Reporting

Beispiele strukturierter Daten

  • Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Betrag
  • Kundennummern aus ERP-Systemen
  • Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen
  • Metadaten wie Aktennummer, Dokumententyp, Status

Indexwerte oder Metadaten

In einem DMS werden strukturierte Daten meist als Indexwerte oder Metadaten geführt.

Was sind unstrukturierte Daten?

Unstrukturierte Daten liegen ohne festes Schema vor. Sie enthalten wertvolle Informationen, sind aber nicht sofort maschinenlesbar.

 

Typische Merkmale

  • ZFreitext oder Dokumentinhalte
  • ZKeine festen Felder
  • ZSchwieriger automatisiert auszuwerten
  • ZHoher manueller Aufwand ohne DMS

Beispiele unstrukturierter Daten

  • iPDF-Dokumente
  • gescannte Verträge
  • E-Mails und Anhänge
  • iWord-, Excel- oder PowerPoint-Dateien
  • hNotizen, Freitextfelder

Potential

Rund 80–90 % der Unternehmensdaten sind unstrukturiert – und genau hier liegt das größte Optimierungspotenzial.

Warum ein DMS beide Datenarten verbinden muss

Ein leistungsfähiges DMS verwaltet nicht nur Dokumente, sondern verknüpft strukturierte und unstrukturierte Daten sinnvoll miteinander.

Beispiel aus der Praxis: Eingangsrechnung

Unstrukturierte Daten

  • PDF der Rechnung

Strukturierte Daten

  • Lieferant
  • Rechnungsnummer
  • Betrag
  • Fälligkeitsdatum
Erst durch die Kombination beider Datenarten wird:

automatische Workflows möglich

revisionssichere Archivierung gewährleistet

eine schnelle Suche realisierbar

Strukturierte vs. unstrukturierte Daten – der direkte Vergleich

 
KriteriumStrukturierte DatenUnstrukturierte Daten
AufbauKlar definiertFrei, ohne Schema
SpeicherungDatenbankenDateien, Dokumente
AuswertbarkeitSehr hochEingeschränkt
AutomatisierungEinfachNur mit Zusatzlogik
SuchbarkeitSehr schnellVolltext / OCR nötig

Die Rolle von OCR, KI & Metadaten im DMS

Moderne DMS-/ECM-Systeme setzen auf Technologien, um unstrukturierte Daten zu strukturieren:

 

U

OCR (Texterkennung)

Wandelt Scans in durchsuchbaren Text

Regelbasierte Erkennung

z. B. Rechnungsnummer, Datum, Betrag

KI & Machine Learning

Klassifikation und Inhaltsanalyse

Metadaten

Brücke zwischen Dokument und Prozess

Warum das für Compliance & GoBD entscheidend ist

Für Themen wie GoBD, DSGVO und revisionssichere Archivierung sind strukturierte Daten unverzichtbar:

  • Nachvollziehbarkeit von Prozessen
  • Schnelle Auskunftsfähigkeit bei Prüfungen
  • Klare Aufbewahrungs- und Löschregeln

Ein DMS schafft hier die notwendige Ordnung und Transparenz.